{"id":891,"date":"2015-03-06T07:42:50","date_gmt":"2015-03-06T06:42:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gutachter-burkel.de\/index.php\/keine-verweisung-bei-nachweis-regelmaessiger-wartung-in-markengebundenen-vertragswerkstaetten\/"},"modified":"2015-03-06T07:42:50","modified_gmt":"2015-03-06T06:42:50","slug":"keine-verweisung-bei-nachweis-regelmaessiger-wartung-in-markengebundenen-vertragswerkstaetten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gutachter-burkel.de\/index.php\/keine-verweisung-bei-nachweis-regelmaessiger-wartung-in-markengebundenen-vertragswerkstaetten\/","title":{"rendered":"Keine Verweisung bei Nachweis regelm\u00e4\u00dfiger Wartung in markengebundenen Vertragswerkst\u00e4tten"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>AG Frankfurt\/ Main, Urteil vom 30.10.2014, AZ: 31 C 2574\/14 (10)<\/p>\n<p><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p>Die Parteien streiten u.a. noch um restliche Reparaturkosten. Die Beklagte hatte nicht die im Schadengutachten kalkulierten Netto-Reparaturkosten reguliert, da sie der Auffassung ist, den Kl\u00e4ger auf eine g\u00fcnstigere, freie Fachwerkstatt verweisen zu k\u00f6nnen. Auch UPE-Aufschl\u00e4ge wurden von der Beklagten gek\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Das Fahrzeug des Kl\u00e4gers war ein VW Polo, der im Unfallzeitpunkt bereits 14 Jahre alt war und einen Kilometerstand von ca. 144.000 km aufwies. Der Kl\u00e4ger konnte durch Vorlage des Serviceheftes nachweisen, dass die Wartung des Fahrzeugs stets durch Vertragswerkst\u00e4tten vorgenommen wurde.<\/p>\n<p>Die hiergegen gerichtete Klage hatte vollumf\u00e4nglich Erfolg.<\/p>\n<p><strong>Aussage<\/strong><\/p>\n<p>Das AG Frankfurt\/ Main wies die Verweisung des Kl\u00e4gers auf eine freie Fachwerkstatt zur\u00fcck, da diese f\u00fcr den Kl\u00e4ger im Sinne der Rechtsprechung des BGH unzumutbar ist.<\/p>\n<p>Weiter lehnte es den Abzug der im Gutachten kalkulierten UPE-Aufschl\u00e4ge durch die Beklagte ab. UPE-Aufschl\u00e4ge geh\u00f6ren auch im Rahmen der fiktiven Schadenabrechnung zu den zu ersetzenden Kosten, wenn sie in den in Betracht kommenden Reparaturwerkst\u00e4tten anfallen. Die Aufschl\u00e4ge waren voll zu erstatten, da es gerichtsbekannt ist, dass im Rhein-Main-Gebiet in VW-Vertragswerkst\u00e4tten UPE-Aufschl\u00e4ge in kalkulierter H\u00f6he anfallen.<\/p>\n<p>Lediglich die merkantile Wertminderung von 100,00 \u20ac lehnte das Gericht ab. Dabei wurde nicht verkannt, dass es wegen der verbesserten Fahrzeughaltbarkeit keine starren Grenzen hinsichtlich Fahrzeugalter und Laufleistung mehr geben kann. Hier wies das streitgegenst\u00e4ndliche Fahrzeug jedoch bereits verschiedene Vorsch\u00e4den und nicht reparierte Altsch\u00e4den auf, weshalb der streitgegenst\u00e4ndliche Blechschaden in Form der blo\u00dfen Erneuerung der Sto\u00dff\u00e4ngerabdeckung in der Gesamtschau keine Vertiefung eines bereits zuvor bestehenden merkantilen Minderwertes zur Folge hatte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>Praxis<\/strong><\/p>\n<p>Das AG Frankfurt\/ Main folgt den vom BGH aufgestellten Kriterien zur Unzumutbarkeit einer Verweisung bei nachweislich regelm\u00e4\u00dfiger Wartung in markengebundenen Fachwerkst\u00e4tten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AG Frankfurt\/ Main, Urteil vom 30.10.2014, AZ: 31 C 2574\/14 (10) Hintergrund Die Parteien streiten u.a. noch um restliche Reparaturkosten. 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